Zu GemoBet
GemoBet
Start Sportwetten Wett-Bonus Zahlungen Anmeldung Zu GemoBet

RNG, Zertifizierung und die Mythen um den Zufall

Von Timo Ritter, Datenanalyst · 29. September 2026

Ein Budget von 50 € reicht bei einem Einsatz von 1 € pro Runde rein rechnerisch für 50 Drehungen – eine einfache Rechnung, die bei GemoBet zeigt, wie eng Spieltempo, Einsatzhöhe und die eigene Kontoführung zusammenhängen, bevor überhaupt eine einzige Walze sich dreht.

Megaways: Wenn sich die Walzenhöhe jede Runde ändert

Megaways ist eine von Big Time Gaming entwickelte und lizenzierte Mechanik, bei der sich die Anzahl der sichtbaren Symbole pro Walze und damit die Zahl möglicher Gewinnkombinationen bei jeder Runde neu verändert. Statt fester Gewinnlinien zählt meist das Prinzip „pays anywhere" über benachbarte Walzen, wodurch die Kombinationszahl je nach Walzenhöhe in die Zehntausende reichen kann.

Andere Studios lizenzieren die Mechanik gegen Gebühr oder entwickeln eigene, ähnlich funktionierende Varianten mit vergleichbarem Namensschema. Für Spieler bedeutet das schwankende Format vor allem eines: Die Gewinnwahrscheinlichkeit pro Runde kann sich sichtbar von Drehung zu Drehung unterscheiden, obwohl der zugrunde liegende RTP-Wert über die gesamte Laufzeit des Spiels konstant bleibt und unabhängig von der aktuellen Walzenhöhe kalkuliert ist.

Cascading und Tumble: Symbole fallen, das Feld füllt sich neu

Cascading- oder Tumble-Mechaniken lassen gewinnende Symbole nach einer Auszahlung vom Spielfeld verschwinden, statt die Walzen komplett neu zu drehen. Die frei gewordenen Felder werden durch nachrutschende Symbole von oben aufgefüllt, und das System prüft anschließend erneut, ob sich dadurch eine neue Gewinnkombination bildet.

Dieser Ablauf kann sich innerhalb einer einzigen Spielrunde mehrfach wiederholen, solange jede neue Konstellation wieder eine Auszahlung auslöst, und endet erst, wenn keine weitere Kombination mehr entsteht. Manche Spiele erhöhen mit jeder zusätzlichen Kaskade einen Multiplikator, der für die gesamte Runde gilt. Eine einzelne Grundwette kann so zu mehreren sichtbaren Auszahlungsschritten führen, die rechnerisch alle zu derselben Runde gehören.

Paytable lesen: Symbole, Werte und Sonderfunktionen

Die Paytable eines Spielautomaten listet auf, welche Symbolkombinationen welche Auszahlung auslösen, meist gestaffelt nach Anzahl gleicher Symbole und deren Position auf einer Gewinnlinie oder in einem Cluster. Zusätzlich enthält sie in der Regel Angaben zu Sonderfunktionen wie Wild- und Scatter-Symbolen, zur Auslösung von Freispielen sowie zum RTP-Wert und zur Volatilitätsstufe des Spiels.

Auszahlungswerte werden meist als Vielfaches des Einsatzes oder der Linienwette angegeben, weshalb ein Vergleich zwischen unterschiedlichen Spielen nur bei gleicher Einsatzbasis sinnvoll ist. Bonusfunktionen wie Hold and Win, Multiplikatoren oder Kaskaden werden üblicherweise in eigenen Unterseiten der Paytable separat erläutert, bevor eine Runde mit dieser Funktion überhaupt gestartet wird.

Der Mythos von der günstigen Uhrzeit

Ein verbreiteter Mythos besagt, bestimmte Tageszeiten oder Wochentage seien für Auszahlungen an Spielautomaten günstiger oder ungünstiger, etwa der späte Abend oder ein bestimmter Wochentag nach Zahltag. Diese Annahme unterstellt dem System eine Steuerung nach Uhrzeit, für die es bei zertifizierten RNG-basierten Spielen keine technische Grundlage gibt.

Der Zufallsgenerator eines Spielautomaten bezieht die Uhrzeit oder das Datum nicht als Eingabewert in die Berechnung eines Ergebnisses ein, weshalb sich die Gewinnwahrscheinlichkeit einer Runde um Mitternacht rechnerisch nicht von einer Runde am Mittag unterscheidet. Schwankungen, die einzelne Spieler zu bestimmten Zeiten wahrnehmen, lassen sich durch die normale Varianz einzelner Sitzungen erklären, nicht durch eine Uhrzeit-Steuerung.

Remakes und Sequels: wenn ein Slot eine Fortsetzung bekommt

Erfolgreiche Spielautomaten erhalten häufig Fortsetzungen oder überarbeitete Neuauflagen, die Grafik, Soundkulisse oder einzelne Bonusfunktionen des ursprünglichen Titels aktualisieren, während das grundlegende Spielprinzip meist erhalten bleibt. Solche Sequels tragen üblicherweise den Namen des Originals mit einem Zusatz und richten sich gezielt an Spieler, die den Vorgänger bereits kennen.

Manche Studios legen ältere, technisch veraltete Titel auch als reines Remake mit moderner Engine neu auf, ohne inhaltlich wesentliche Änderungen an Thema oder Mechanik vorzunehmen. Der RTP-Wert und die Volatilität eines Remakes oder Sequels müssen dabei nicht mit dem Original übereinstimmen, da jede Version eine eigene, unabhängige Zertifizierung durchläuft und rechtlich als eigenständiges Spiel geführt wird.

RTP: Was die Kennzahl bedeutet – und was nicht

Return to Player (RTP) ist eine theoretische Kennzahl, die eine unabhängige Prüfstelle beim Zertifizierungsprozess eines Spielautomaten anhand von Millionen simulierter Runden berechnet. Ein Wert von beispielsweise 96 % besagt, dass über eine extrem große Zahl von Spielrunden im Durchschnitt 96 Cent je eingesetztem Euro an alle Spieler zusammen zurückfließen. Der Wert bezieht sich auf das Kollektiv aller Runden über die Lebensdauer des Spiels, nicht auf eine einzelne Sitzung und nicht auf eine einzelne Person.

In einer kurzen Session sagt RTP nichts darüber aus, ob als Nächstes ein Gewinn oder ein Verlust folgt, da jede Drehung unabhängig vom RTP-Wert durch den Zufallsgenerator bestimmt wird. Der zertifizierte RTP-Wert ist im Spielcode fest hinterlegt und ändert sich nicht durch Tageszeit, Einsatzhöhe oder Spieldauer. Er ist ein Vergleichsmaßstab zwischen Spielen, kein Versprechen für den eigenen Kontostand.

Volljährigkeit ab 18 Jahren ist Voraussetzung für jede Form von Glücksspiel, auch für virtuelle Spielautomaten mit deutscher Lizenz. Fragen und Sorgen rund um das eigene Spielverhalten beantwortet die BZgA anonym und kostenfrei über check-dein-spiel.de, unabhängig davon, welches Spiel oder welcher Anbieter genutzt wurde.